Kurs für historische Tänze beim Burgfest Eckartsburg
mit Nancy Thym und Thilo Viehrig vom Gotischen Haus Burgheßler
Im Rahmen des kreativen Burgfestes für Groß und Klein auf der Eckartsburg am 23./24. Mai 2009 findet am Sonntag, den 24. Mai, ein Kurs für historische Tänze statt.
Ohne Fernsehen, Radio, Telefon oder Computer waren die Menschen im Mittelalter kreativer im Vergleich zu unserer heutigen Gesellschaft. Der Tanz spielte eine wesentliche Rolle. Zwar sind keine schriftlichen Tanzanleitungen überliefert, trotzdem können anhand von Darstellungen und musikalischen Überlieferungen Rückschlüsse gezogen werden. Die meisten Tänze des Mittelalters und der Frührenaissance sind Kreistänze oder "Branles". Also ist es nicht notwendig einen Partner zu haben um teilzunehmen zu können.
Nancy Thym und Thilo Viehrig vom Gotischen Haus Burgheßler werden die Kursteilnehmern innerhalb von 3 Stunden im Rahmen des Burgfestes in die Grundzüge des mittelalterlichen Tanzes einführen.
Anleitung durch Nancy Thym, begleitet auf Fidel und Rebec von Thilo Viehrig
Kosten 30 € pro Person, Voranmeldung + Vorkasse notwendig
Information:
Burgmannschaft zur Eckartsburg,
06648 Eckartsberga,
TEL 0160-94148566
Mittelalterliche Musik zum Jakobsweg
Ensemble Amadis aus Frankreich:
Catherine Joussellin, Gesang
Eva Fogelgesang, Gesang, Harfe
Christophe Deslignes, Portativorgel, Leitung
Der Ökumenische Pilgerweg nach Santiago de Campostela führt unweit vom Gotischen Haus Burgheßler vorbei. Die Gruppe Amadis aus Frankreich unter der Leitung von Sängerin Catherine Joussellin lädt zu einer musikalischen Pilgerreise auf dem Wege nach Santiago ein. Rhythmen des Schrittes, Wanderlieder und liturgische Musik, die Gebete tragen; Lieder der Heimat, an die man sich erinnert; Lieder von Reisebegleitern, denen man sein Gehör schenkt; gesungene Erzählungen von Wundern und Legenden des Weges, die fabelhaft mit der Geschichte des Heiligen Jakobus konkurrieren.
Das Programm folgt dem Jakobsweg in seiner zeitlichen und räumlichen Dimension, seiner irdischen Schönheit und seiner geheimnisvollen spirituellen Bezüge. Pilgerlieder aus den berühmten Manuskripten Codex Calixtinus (Liber Sancti Jacobi), Cantigas de Santa Maria und Llibre Vermell bezeugen den Reichtum der Begegnung, des Austauschs und der musikalischen und menschlichen Auseinandersetzungen auf dem Jakobsweg. Die Stücke haben Bezug zu verschiedenen Routen, die alle in Santiago de Compostela zusammen laufen. Sie stammen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert, der Blütezeit des Kultes um den Jakobsweg.
Diese Pilgerlieder waren speziell für die Pilgerfahrt nach Santiago zusammengestellt. In ihrer Melodik und ihrem oft strophenförmigen Aufbau sind sie eingängiger als die Gesänge der Gregorianik. Sie eignen sich hervorragend für die Darstellung von frühen, noch improvisierten Formen von Mehrstimmigkeit, für Liegetöne, Parallelbewegungen in Quinten, Quarten und Oktaven und erste Gegenbewegungen. Der so entstehende sinnliche Reiz, die Expressivität, der Klangrausch und die Lebendigkeit dieser Gesängen setzen sie nach und nach weit ab von dem tiefen Ernst und der Transzendenz, die wir in den gregorianischen Gesängen finden.
Amadis, Paris, France
Wanderkino mit Tobias Rank und Gunthardt Stephan
Kino so wie früher: alte Stummfilme mit Live Musik auf Klavier und Geige
Vorführung findet draussen vor dem Gotischen Haus statt. Bei schlechtem Wetter im Gotischen Haus
Mitteldeutsche Musik und Tanz des Barock.
Kursleiter sind Kaspar Mainz (Tanz) und Ines Mainz (Ensemble). Willkommen sind Tänzer, Sänger und alle Instrumente, die zur Zeit des Barocks im Gebrauch waren: Streichinstrumente wie Gambe, Geige, Cello, Violone; Blasinstrumente wie Oboe, Schalmei, Blockflöte und Querflöte; Zupfinstrumente wie Harfe, Laute, Theorbe. Es stehen auch ein Spinet und ein Cembalo zur Verfügung. Etliche Lieder sind dabei, also sind Sänger besonders erwünscht.
Es wird abwechselnd musiziert und getanzt. Dabei lernen die Musiker die Tänze, um die Stücke mit passender Geschwindigkeit und Artikulation zu spielen. Selbstverständlich ist es möglich, nur zu tanzen oder nur zu musizieren.
Die Stücke werden eigens für die Teilnehmer von Ines Mainz arrangiert, also bitte bei der Anmeldung Instrument oder Stimmlage und Können angeben!
Neu dieses Jahr: die Kursteilnehmer nehmen Aktiv an der Vorstellung am Samstag teil. Sie spielen das was sie sind – Leute, die neue Tänze und Musikstücke erlernen und ausprobieren. Deswegen fangen wir dieses Jahr mit dem Kurs etwas früher an. Das „Drehbuch“ wird von Alliene Hochrein geschrieben und speziell auf die Kursteilnehmer und Akteure zugeschnitten. Deswegen ist es sehr wichtig, dass sich Interessenten früh anmelden, so dass sie bei den Arrangements und beim Drehbuch berücksichtigt werden können. Bitte keine Angst! Es wird niemand überfordert. Jeder kann seine Wünsche, bei der Vorstellung mehr oder weniger eingesetzt zu werden, äußern.
Es ist uns klar, dass manche erst am Freitag kommen können. Die Noten werden angemeldeten Teilnehmern vorab verschickt.
"Prandel? Murki? Amener? Es muß nicht immer Menuett sein!"
Wieder entdeckte Musik zu vergessenen Tänzen des deutschen Barock
ein gesellschaftlicher Abend ca. 1740 mit Tanz, Musik, Gesang, Erzählungen in historischen Gewändern
Mitwirkende: Kaspar Mainz, Ines Mainz, Julia Veigel, Paula Herold, Nancy Thym, Thilo Viehrig, Alliene Hochrein u.v.a.
"Der verrückter Tanzmeister"
Kinderprogramm mit Deliciae Theatrales aus Leipzig: Kaspar Mainz, Ines Mainz, Julia Veigel