
Klang- und Fahrwerkzeuge der Vergangenheit
Oldtimertreff am Gotischen Haus und Konzert mit historischen Musikinstrumenten
Ab 16 Uhr laden wir zu einer historischen Veranstaltung besonderer Art: Oldtimerfahrzeuge treffen sich an diesem weitgehend originalen Gebäude aus dem Spätmittelalter, um gemeinsam mit interessierten Besuchern ein Demonstrationskonzert mit alter Musik auf historischen Instrumenten, verbunden mit einer Führung durch eine Ausstellung zur Geschichte der Musikinstrumente zu erleben.
Das Konzert mit Führung wird um 17 Uhr beginnen. Zuvor um 16 Uhr treffen die Oldtimer in Burgheßler ein. Wer die Fahrzeuge bestaunen und vielleicht das Eine oder Andere Gespräch mit den Eignern der Oldtimer führen möchte, sollte etwas früher kommen.
Es werden holländische "Poffertjes" gebacken.
Eine gemeinsame Veranstaltung vom Zentrum für frühe Musik Gotisches Haus und vom Verein Oldtimerfreunde Naumburg/Saale e.V.

Der Jongleur unsrer lieben Frau
eine Mirakelgeschichte aus dem Mittelalter
Kelvin Kalvus: Jonglage, Kristallkugelkunst
Nancy Thym: Gesang, Harfe, Erzählung
Thilo Viehrig: Fidel, Rebec
Die Geschichte des alten Gauklers, der im Kloster vor der Marienstatue jongliert, um das Jesuskind aufzuheitern, war im Mittelalter sehr populär und wurde in verschiedenen Fassungen in ganz Europa aufgezeichnet. Kelvin Kalvus, der bereits öfter im Gotischen Haus aufgetreten ist, kehrt nach seinem großen Erfolg bei „Deutschland sucht das Supertalent“ ins Gotische Haus zurück.

Musik aus drei Richtungen
Collage – forum für frühe musik berlin
Judy Kadar (Ungarn, USA - Harfe)
Farhan Sabbagh (Syrien – Ud, Perkussion),
Klaus Sonnemann (Berlin – Schalmei, Blockflöte)
Spanien zur Zeit der drei Kulturen ist die Inspiration für unser Programm. Während der Maurenherrschaft erlebte Spanien eine hohe kulturelle Blüte. Dazu trug der tolerante Umgang mit der jüdischen und christlichen Bevölkerung des Landes entscheidend bei.
Im 13. Jahrhundert gründete daran anknüpfend Alfons X. von Kastilien, "El Sabio", (der Weise), der bereits zu seinen Lebzeiten einen legendären Ruf als Astronom, Dichter, Wissenschaftler und Philosoph erwarb, in Toledo eine berühmte Schule, in der sich reges jüdisch-moslemisch-christliches Geistesleben entfaltete und zu herausragenden künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen führte.
Das Interesse Judy Kadars an der sephardischen weltlichen Musik und an Improvisation führte COLLAGE - forum für frühe musik berlin mit dem in der arabischen Musiktradition verwurzelten, weltberühmten Ud-Virtuosen und Komponisten Farhan Sabbagh zusammen.
Es entstand die Idee, das gemeinsame Musizieren jener Zeit wieder aufleben zu lassen und so einen Brückenschlag zwischen den Kulturen zu bilden.
COLLAGE - forum für frühe musik berlin ist eine eingespielte Gruppe von Musikern unterschiedlicher Nationalität, Spezialisten für die Musik des Mittelalters und der Renaissance. Dem Ensemble wurden bereits von internationaler Presse große Spielfreude, Ausstrahlung, hohe Musikalität, Liebe zum Detail und große Improvisationskunst bescheinigt.
Musik aus drei Richtungen bearbeitet und vereint Elemente arabischer, sephardischer und europäisch-mittelalterlicher Musik und verzaubert mit den für heutige Hörgewohnheiten oft faszinierend und fremdartig erscheinenden Klängen das Publikum.

Märchenhaftes Essen
König und Königin laden zu einem Fest im Schlosse ein, denn es gibt ein großes Ereignis zu feiern. Die Gäste nehmen Platz und die köstlichsten Speisen werden aufgetragen. Aber wer erscheint da plötzlich? Die Gäste befinden sich mitten im Geschehen des Märchens. Unterstützt durch professionelle Schauspieler dürfen die Gäste kleinere Rollen übernehmen, wie Küchenjunge, Fee, Hexe, Hofdame oder Bettler. Aber nur wer will! Es wird niemand überfordert und niemand steht unter Zwang eine Rolle zu übernehmen. Aber um welches Märchen handelt es sich? Das wird den Gästen erst nach und nach offensichtlich. Ein 5-Gänge Menü wird serviert, untermalt von Musik auf historischen Instrumenten.
Tag des offenen Denkmals
mit Ausstellung und Kinderprogramm
Wanderkino am Gotischen Haus
mit Tobias Rank und Gunthardt Stephan
Kino so wie früher: alte Stummfilme begleitet mit Live Musik auf Klavier und Geige:
Day Dreams (1922) – Buster Keaton
The House (1917) – Fatty Arbuckle
The Immortal Baby (1920) – Harry Langdorn
The Inventor (1913) – Mack Sennett
Entr'acte (1924) – Man Ray/Francis Picabia
A Dog's Life (1918) – Charlie Chaplin
Die Musiker Tobias Rank und Gunthard Stephan aus Leipzig sind seit 1999 mit ihrem WANDERKINO unterwegs. Mit ihrem eigens dafür hergerichteten Oldtimer-Feuerwehrfahrzeug - Magirus Deutz, Bj.1969 bringen sie alles Nötige mit: Projektor, Leinwand und Bestuhlung. Gezeigt werden Stummfilme, die für die Filmgeschichte von maßgeblicher Bedeutung waren: sowohl Slapstick-Komödien, Monumentalfilme als auch Independent-, Avantgarde- und Experimentalfilme. Alle Filme werden meisterhaft mit Violine und Piano begleitet - nicht als Hintergrundmusik, sondern so perfekt auf das Geschehen der Filme abgestimmt, dass der Zuschauer bisweilen vergisst, dass die Musik live ist. Die Vorführung findet im Freien draußen vor dem Gotischen Haus statt. Bei schlechtem Wetter im Gotischen Haus.

Golden Bough
Margie Butler (Harfe und Gesang)
Kathy Sierra (Fiddle und Gesang)
Paul Espinoza (Mandoline, Akkordeon, Gesang)
Die Gruppe Golden Bough (gesprochen „bau“) wurde 1980 von der Harfenistin und Sängerin Margie Butler und dem Multi-instrumentalisten und Liedermacher Paul Espinoza gegründet und wurde rasch zu einer der bedeutendsten Gruppen für keltische Musik aus den USA. Die zwei kalifornischen Musiker bildeten immer den Kern der Gruppe, zu der über die Jahre verschiedene namhafte Musiker zählten. Die jahrelange Zusammenarbeit mit Lief Sorbye aus Norwegen und Sue Draheim aus England z.B. brachte auch skandinavische und englische Einflüsse in ihre Musik. Seit 2001 ist die Fiddle-Spielerin Kathy Sierra, auch aus Kalifornien, dabei.
Die Musik von Golden Bough ist in der traditionellen Musik Irlands und Schottlands, sowie der aus Wales, Cornwall, der Bretagne, und Skandinavien verwurzelt. Die drei Musiker erweitern diese verschiedenen Stile durch eigene Arrangements und Kompositionen im traditionellen Stil und haben dabei ihren eigenen unverkennbaren Sound kreiert. Seit ihrer Gründung 1980 haben sie ihre Musik in viele Länder getragen und dadurch zahlreiche begeisterte Fans in der ganzen Welt gewonnen.
Die vielseitigen Musiker spielen eine Reihe von akustischen Instrumente wie keltische Harfe, Gitarre, Mandoline, Akkordeon, Fiddle, Penny-Whistle (irische Flöte) und Bodhran (irische Trommel). Ihre Stimmen verschmelzen in zauberhaften drei-stimmigen Liedern. Die Musik reicht von sehnsuchtsvollen zur Harfe gesungen Balladen bis zu sprudelnden Tanzstücken (Jigs und Reels) mit Fiddle, Bodhran und Akkordeon. Bei ihren Auftritten versprühen sie einen Charme und eine Begeisterung, die ansteckend ist.
„Golden Bough“ bedeutet so viel wie „Der Goldene Zweig“ und ist eine britische Bezeichnung für die Mistel, die eine bedeutsame Rolle im Glauben der keltischen und nordischen Völker spielt.